… an den ukrainischen Internet-Stationen hier im Internet-Cafe! Jedenfalls nicht das einloggen zur Homepage, aber vielleicht schaffen wirs ja auf diesem Weg, etwas zu auf die Website zu bringen! Fotos gibts aber so vorerst noch keine… Vielleicht haben wir ja Glueck und es erscheint auf der Website – und nicht in kyrillisch 😉

Das kleine Flugzeug nach Kiev hob in Muenchen mit fast einer Stunde Verspaetung ab, weshalb wir ziemlich spaet in Kiev landeten und schon fast Angst hatten, nicht mehr vom Flughafen wegzukommen. Das klappte aber dann bestens, ein junger Ukrainer wartete wie vorher per Internet vereinbart auf uns und hatte auch die Zugbillets fuer unsere Weiterreise bei sich. Gegen ein Uhr nachts hatte er dann auch das “hostel” gefunden und wir wurden vom Sicherheitsmann eingelassen. An der Reception wurden wir begruesst mit “ai chaf littel probljem” _ die Frau hatte unser reserviertes Zimmer an andere vermietet…

Ziemlich demotiviert und traege machte sie sich dann per Handy auf die Suche nach einer Loesung, irgendwie konnte sie uns dann schliesslich doch noch unterbringen und wir schliefen im neunten anstatt siebten Stock “durchhaengend” in den Sovjet-Betten (bestehend hauptsaechlich aus Leintuechern und Huehnergitter). Morgens um acht wurden wir dann verlegt in ein anderes Zimmer (wo gerade noch ein junger Russe schlief) und gegen Mittag dann in unser (vorlauefig) definitives Quartier.

Die Jugi ist – wie eigentlich alles hier – in riesigen, protzigen Hochhaeusern aus der Sovjet-Zeit untergebracht. Diese Gebaeude sind meist in einem komischen Stadium, man hat den Eindruck, sie seien frisch renoviert und doch schon kurz vor dem Zerfall. Vermutlich trifft eher letzteres zu, aber ein Kuebel Farbe und ein paar neue Plaettli von Zeit zu Zeit verhindern das schlimmste.

Gestern Nachmittag begannen wir dann, die Stadt zu erkunden. Obwohl Sonntag hatten fast alle Laeden geoeffnet und auf den Strassen war einiges los. Trotzdem wirkt Kiev mit den vielen Parks, Gruenflaechen und den grossen Plaetzen sehr ruhig und gemuetlich. Besonders eindruecklich die orthodoxen Kathedralen und Kirchen, bemalt in unterschiedlichsten Farben und mit den goldenen Zwiebeltuermen.

Nach dem Essen im Selbstbedienungsrestaurant “Puzta Khata” mit unterschiedlichsten ukrainischen Spezialitaeten (hauptsaechlich Fleisch, dazu Fleisch, Poulet, etwas Fisch und viel Fleisch…) flanierten wir ueber den grossen Boulevard Khrechtchatyk, welcher am Sonntag fuer Autos gesperrt wird und so Platz bietet fuer spazierende Familien, Breakdancer, Strassenkuenstler und alte Frauen, die Fruechte und Gemuese verkaufen.

Waehrend Phil hier schreibt versucht Yvonne gerade, ein Zimmer irgendwo auf der Krim – natuerlich moeglichst nahe am Meer – zu buchen, denn Morgen werden wir die Grossstadt mit dem Zug Richtung Sueden verlassen. Vielleicht gibts ja am schwarzen Meer einen Computer mit USB-Anschluss, damit wir ein paar Fotos online stellen koennen 😉


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